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Politur

Die Politur wird auch als das Polieren bezeichnet. Mit dieser Technik bearbeitet man die Oberfläche eines Schmuckstückes, bis es glänzend oder hochglänzend ist. Heute wird diese Form der Bearbeitung mittels mechanischen Werkzeugen durchgeführt. Damit wird die Oberfläche des Werkstückes geglättet. Es kann somit Glanz erzeugt oder Unebenheiten beseitigt werden. Das Endergebnis ist in großem Maße vom Material und der Ausgangssituation des Schmuckstückes abhängig.

Um die Politur zu verbildlichen sollte erwähnt werden, dass das Gegenteil von polieren das mattieren ist. Also wird bei der Politur die Oberfläche des Schmuckstückes glänzend oder eben bearbeitet.
Als Ausgangssituation wird beim Schmuckstück von rauer Oberfläche gesprochen. Während des Schleifvorganges wird diese Oberfläche matt, dann halbmatt und später seidenmatt bearbeitet. Danach folgen die Schritte satiniert - das auch als seidenmatt bezeichnet wird, glänzend und hochglänzend. Am Ende kann das Werkstück, je nach Material auch als spiegelglänzend poliert werden. Der Goldschmied spricht je nach Stadium der Politur vom Grad.

Für den Grad der Politur ist nicht immer nur der eigene Geschmack, sondern auch der endgültige Einsatz des Schmuckstückes ausschlaggebend. So werden Fingerringe, die täglich getragen werden, häufig nicht spiegelglanz poliert, da sich die Abnutzung schon nach kurzer Zeit deutlich sichtbar machen würde.

Die unterschiedlichen Arten einer Politur

Grundsätzlich können zwei Arten zum Polieren von Schmuckstücken unterschieden werden, wobei dazu gesagt werden sollte, dass es deutlich mehr Untervarianten hierfür gibt.

Die erste Technik zum Erzeugen einer Politur ist es, die Oberfläche des Schmuckstückes zu schleifen. Diese wird in der Regel mittels mechanischem Schleifvorgang durchgeführt.

Mit dieser spanenden Technik, gibt der Goldschmied Schleifkörper, wie Paste mit Diamantpulver auf die Oberfläche des Schmuckstückes auf. Danach fährt er mit Filzscheiben oder feinen Bürsten über die Oberfläche, um diese zu polieren. Diesen Vorgang muss er so oft wiederholen, bis der gewünschte Glanzgrad erreicht wurde.

Die zweite Technik wird auch als Druckglättung oder Druckpolitur bezeichnet. Der Grund hierfür ist, dass unebene Stellen an der Oberfläche nicht durch Reibung abgetragen werden. Die Stellen, werden in das Schmuckstück eingepresst. Um dies zu erreichen wird ein Polierstein oder Polierstahl, mit extrem hohen Druck, verwendet.
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