0-9 A B C D E F H K L M P R S U Z

Filigran

Das Wort filigran stammt eigentlich vom lateinischen Wort Filum und Granum ab. Das im seiner Übersetzung Draht und Korn bedeutet. Damit ergibt sich als Bedeutung für Filigran "gekörnter Draht". Betrachtet man die Hintergründe, warum ein Schmuckstück mit Filigran bezeichnet wird, so wirkt die Übersetzung stimmig.

Goldschmiedearbeiten, die aus Metallfäden bestehen, denen Metallperlen aufgesetzt werden, sind klassischer Weise als Filigran zu bezeichnen. Dabei handelt es sich nicht um einen Begriff aus dem Marketing, sondern um eine tatsächliche Bezeichnung für diese handwerkliche Drahtbiegetechnik. Filigran bedeutet, dass aus sehr dünnen Drähten, welche zu Kordeln gedreht werden, Schmuckstücke angefertigt werden. Diese Arbeiten werden meist in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Früher wie heute findet man diese Schmuckarbeiten an Trachten im Friesland und im Alpenland. Aber auch im Orient sind diese zarten und aufwändigen Arbeiten zu finden. Derzeit modern sind feine Drähte, welche aus Gold oder Silber bestehen und meist auf das selbe Material aufgelötet werden. Durch die vielseitige Verwendung der Drähte können dickere oder dünnere Kordeln zur Ornamentgestaltung gedreht werden.

Werden aus besonders dünnen Filigrandrähten Ketten oder Armbänder gefertigt erhalten diese den Namen Filigranketten oder Filigranarmbänder.

Bereits in Troja soll diese Methode entstanden sein. Somit wäre diese Technik, aus dem Jahre 2.000 vor Christus, eine der ältesten Schmuckbiegetechniken der Menschheit.

TOP