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Schmuckallergie

Schmuckallergie

Was ist eine Schmuckallergie?

Wer gegenüber Schmuckstoffen allergisch reagiert, Ausschlag bekommt oder Juckreiz erleidet, sollte direkt zum Hautarzt gehen. Zum Termin sollte auch das betreffende Schmuckstück mitgenommen werden, das den Schmerz oder die Allergie verursacht hat. Der Hautarzt kann direkt analysieren, ob es sich in diesem Falle wirklich um eine Schmuckallergie handelt. Dabei ist hinzuzufügen, dass nicht unter einer Allergie des Schmuckes, sondern unter einer Allergie der darin enthaltenen Materialien leidet.

Der Allergologe und der Hautarzt können bestimmen, auf welche Materialien und Stoffe die Haut allergisch reagiert.

Viele Menschen leiden unter einer Kobalt oder Nickelallergie. Häufig treten beide Allergien gemeinsam auf. Es kann aber auch vorkommen, dass nur unter einer der beiden Allergien gelitten wird. Manche Menschen erhalten auch allergische Reaktionen, wenn sie mit Silber, Gold oder Kupfer in Berührung kommen. Bei Platin, Ruthenium, Mangan, Eisen, Tantal, Rhodium, Zink sowie Iridium sind bisher keine oder nur sehr seltene Allergien aufgetreten. Daher spricht man bei diesen Metallen von allergiesischerem Material. Manche Ärzte berichten auch von Kreuzallergien mit Nickel und Palladium, was bedeutet, dass Personen, die an einer Nickelallergie erkrankt sind, auch an einer Palladium Allergie erkranken können oder auf die Stoffe allergisch reagieren können.

Inwiefern Zinn, Gallium und Indium Allergien auslösen ist noch weitestgehend umstritten und noch wenig wissenschaftlich untersucht.

Wer unter einer nachgewiesenen Allergie leidet, sollte dringend die Berührung mit diesen Stoffe vermeiden und die entsprechenden Schmuckstücke nicht anlegen. Auch sollte beim Kauf auf die Inhaltsstoffe geachtet werden, um künftige allergische Reaktionen zu vermeiden.

Worauf sollte beim Schmuckkauf geachtet werden?

Der Schmuckkauf ist eine interessante Angelegenheit. Nicht nur, weil die Auswahl der Schmuckstücke große Freude bereitet und sicherlich auch eine tolle Möglichkeit ist sich selber neu zu entdecken. Sondern vor allem auch, weil man bei einer Schmuckallergie generell nicht einfach wild in die Modeschmuckkiste greifen sollte. Hier lohnt sich der Gang zum Juwelier und Goldschmied. Nur dieser kann mit Sicherheit sagen, welche Stoffe und Materialien im Schmuckstück enthalten sind und ob dieses im Einzelfall eine Allergie auslösen könnte oder nicht.

Auch auf Legierungsangaben sollte man nicht herein fallen. Denn bei der Angaben 750 Gold bedeutet das nur, dass 75 Prozent Gold in der Legierung enthalten sind. So können mit Gold verschiedenen Metalle gemischt werden, welche mitunter wiederum zu Allergien führen können, besonders bei empfindlichen Personen.

Schmuckstücke vom Goldschmied und Juwelier hingegen werden nach Kundenwunsch erstellt und dabei werden auch die Allergiebedürfnisse des Kunden berücksichtigt, so dass das Schmuckstück am Ende keine Allergie hervorrufen wird, sofern die Angaben des Kunden korrekt waren.

Allergie und Vergiftung: Hier besteht Verwechslungsgefahr

Eine Allergie ist keine Vergiftung. Sie erzeugt mitunter unangenehme Ausschläge und Schmerzen, aber bei einer Vergiftung entstehen anderen Symptome, die mit der Überreaktion des Körpers auf einen bestimmten Stoff nichts gemein haben. Bei einer Allergie reagiert der Körper auf einen sonst ungiftigen Stoff. Bei einer Vergiftung, wie Blei oder Cadmimum erleidet der Körper eine tatsächliche Vergiftung durch giftige Stoffe.

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