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Zirkoniastein

Der Zirkoniastein

Mit Zirkonia bezeichnet man einen synthetischen Stein, welcher eine Imitation des Diamanten darstellt. Er wird in der Regel für Schmuck, wie Ringe, Ketten, Ohrringe, Trauringe, Collier und Armbänder verwendet. Seinen Namen erhält der künstliche Schmuckstein durch seine Herkunft. Er besteht aus Zirconiumdioxid (Baddeleyit), welcher in der so genannten kubischen Hochtemperaturphase erzeugt wird. Der Cubic Zirkonia wurde im Jahr 1937 erschaffen. Dabei wurde der Stein von russischen Wissenschaftlern synthetisiert und wird heute vielseitig in der Schmuckherstellung eingesetzt.

Die monokline Kristalle, welche auf künstliche Weise erzeugt werden, üben eine besondere Faszination aus und gelten als günstige Alternative zu Brillanten und Diamanten. Seit 1940 wird der Zirkonia aufwändig in Schmuckstücke eingearbeitet und findet seither seinen Einsatz im Schmuckbereich.

Der synthetische Stein weisst eine Härte von 7 bis 7,5 auf und ist daher als durchaus hochwertiges Qualitätsprodukt zu verstehen. Mit billigen Imitaten hat dieser Stein wahrlich nichts gemein. Der Vorteil von Zirkonia ist, dass er in verschiedenen Farben hergestellt werden kann. Außerdem kann der Stein mittels spezieller Schleiftechniken mit Facetten versehen werden. Heute existieren zwei unterschiedliche Arten von Zirkonia auf dem Markt. Die erste Variante wird mit Yttrium stabilisiert, die zweite Version mit Kalzium. Der Unterschied liegt darin, dass die Steine, welche durch Yttrium stabilisiert werden, resistent gegen Feuer und Borsäure sind. Steine, welche mit Kalzium stabilisiert werden, sind dies nicht. Beim Kauf sollte also nachgefragt werden, mit was der Stein stabilisiert wurde, denn optisch kann man den Unterschied nicht erkennen.

Den Wert, die Qualität und den Grad des Zirkonia bestimmt man heute anhand von vier grundlegenden Faktoren:

Das Karatgewicht, oder auch nur Karat, ist eines der Faktoren. Des weiteren werden die Klarheit, seine Farbe und der Schnitt mit in die Bewertung und Einstufung eingeflochten. Um Diamanten von Zirkonia zu unterscheiden ist eine Gewichtskontrolle nötig. Denn Diamanten sind immer leichter als ein Zirkonia.

Je klarer der Zirkonia ist, desto höher ist seine Qualität einzustufen. Wie bei Diamanten gilt hier: Je reiner und klarer der Stein ist, umso höher ist sein Wert.

Der Schnitt ist ausschlaggebend für die Qualität des Zirkonia Steines. Sein Schnitt wird ebenfalls in Facetten gehalten, und ist daher umso wertvoller je facettenreicher er geschliffen wurde. Nicht zuletzt wirkt sich der hochwertige Schnitt auch auf die Schönheit des Steines aus.

Damit der Stein möglichst schön wird und überzeugen kann, wird der Zirkonia besonders sorgfältig bearbeitet. Die dabei verwendeten Schleifmethoden sind denen des Diamanten sehr ähnlich. Auch für den Zirkonia werden Schliffe, wie Brillantschliff, Trillion, Princess, Radiant und in einzelnen Fällen Schnitte angewandt, um den Zirkonia einwandfrei zu gestalten.

Die Härte des Zirkonia

Der Härtegrad eines Zirkonia ist deutlich härter als der von Edelsteinen. Jedoch ist der Härtegrad nicht höher als der von Diamanten, Saphire, Rubine oder Chrysoberyll. Der höchste zu erreichende Härtegrad eines Zirkonia ist AAAAA, was 7,5 in Härte Maßnahmen auf der Mohs-Skala ausmacht.

Güteklassen des Zirkoniasteines

Der Zirkonia Steinen wird, wie alle Eldelsteine auch, in Güteklassen eingeteilt. Als Vorlage zur Klassifizierung dienten hier die Skalen des Diamanten. Die höchstmögliche Stufe ist AAAAA, jedoch werden im Juwelieralltag häufig Steine mit AAA oder AAAA Qualität verwendet. Der Grund hierfür ist, dass die Steine sehr rein und klar sind und dennoch nicht Unsummen an Kosten verursachen. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis in idealer Weise.

Synthetische Steine:

Edelsteine konnten aufgrund von chemischen Analysen in ihrer Zusammensetzung auseinander genommen werden. Somit ist deren Zusammensetzung kein Geheimnis mehr. Durch das kristallisieren von Edelsteinstoffen konnten synthetische Steine entwickelt werden, die in ihrer Reinheit und Klarheit den original Steinen in nichts nachstehen. Es kann also gesagt werden, dass synthetische Steine, wie Zirkonia, aus dem gleichen chemischen Grundstoffen bestehen, wie ihre Vorlagen. Daher weisen sie in der Regel auch die gleichen Eigenschaften in Sachen Härte, Gewicht und so weiter auf.

Karat:

Karat findet in zwei Bereichen Anwendung:

In der Gehaltsangabe für Gold-Legierungen Die Gehaltsangabe für Gold-Legierungen (z.B 585/000) gibt das Verhältnis an, in dem sich das reine Gold zu 1.000 Teilen zum legierten Metall verhält. Mit karätig bezeichnet man den Anteil des reinen Goldes in 24 Teilen zu einer Legierung. Das bedeutet, wieviel des reinen Goldes in 24 Teilen der vorhandenen Legierung enthalten ist.

Karat bestimmt den Feingehalt. Man teilt von einer Legierung 1000 Teile in 24 Karat auf. So bedeutet:

24/24 = 1000 = Feingold
8 Karat Gold = 8/24 = 333 Teile von 1000
14 Karat Gold = 14/24= 585 Teile von 1000
18 Karat Gold = 18/24 = 750 Teile von 1000


Die Gewichtseinheit für Schmucksteine

Metrisches Carat (kurz ct.) bezeichnet die Gewichtsangabe von Steinen. Das metrische Karat orientiert sich auf einem Aufbau auf der Einheit 100. 100 Karat sind also 100 Punkte oder 200 Milligramm.
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